Cirque Nock AG

GESCHICHTE

Ihre Anfänge findet die Nock–Dynastie im 17. Jahrhundert und seit 1860 reist die Familie Nock mit dem Circus in der Schweiz. Alte Inserate erinnern an Gastspiele in Richterswil (1890) und Davos (1891). Schon damals war Nock ein etabliertes Unternehmen mit Orchester, Generator und Elefanten. Bereits zu dieser Zeit wurden ausländische Arbeitskräfte beim CIRCUS NOCK beschäftigt. Allein das Erscheinen dieser fremdländischen Leute musste eine Attraktion gewesen sein. Während des ersten Weltkrieges reiste die dritte NOCK–Generation getrennt. 1940 trafen sich die drei Söhne von Pius Nock und beschlossen wieder gemeinsam zu reisen.

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Ohne Zelt unter freiem Himmel
Zweimaster

Franz, Karl und Gustav Nock schafften ein 4-Mast-Zelt an, das jedoch ein Jahr später vom Sturm zerfetzt wurde. Zum Glück hatte man noch ein Zeltteil als Reserve in Lyss. So konnte nach einigen Spieltagen unter freiem Himmel wieder in einem Chapiteau gespielt werden. 1942 wurde der Traum von kommender Grösse erneut vom Sturm zerstört und die nächsten zwölf Jahre musste sich der CIRCUS NOCK ohne Zelt aushelfen. Die Krisenzeit verunmöglichte den Kauf eines neuen Chapiteaus.

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Familie Franz Nock um 1953, v.l.n.r.: Karl Nock (5.Generation), Rita, Mutter Angelina, Elvira, Jochen Schneider, Alice mit Tochter Angelina, Fritz Zbinden, eine Bekannte, Franz, Yvonne, Alois Bühlmann, Sonja und Vater Franz Nock
unten: Alfredo und Helga

Dies war erst 1954 wieder möglich. Seither wurde das Nock-Zelt mehrmals zerstört, zuletzt 1992 nach der letzten Vorstellung in Luzern. Trotzdem konnte das Unternehmen stets mit eigenen Mitteln und ohne fremde Hilfe weitergeführt werden. Seit 1985 wird das Circusunternehmen in Form einer Familien–Aktiengesellschaft mit Sitz in Oeschen AG geführt. Am 30. April 1994 wurde Francesco Nock, der erste Sohn von Verena Nock jun., geboren. Er ist der erste Vertreter der 8. Nock–Generation.

Mittlerweilen ist aus ihm ein Nachwuchstalent geworden und er begeistert die Zuschauer mit immer neuen Darbietungen. Zum ersten Mal stand er 2004 in der Manege. Für die Tournée 2003 konnten wir zum ersten Mal Eugène Chaplin als Regisseur engagieren. Gemeinsam stellen er und Alexandra Nock bis 2009 jedes Jahr ein buntes Programm zusammen. Im gleichen Jahr erblickte Brandon Nock, der zweite Sohn von Verena Nock jun., das Licht der Welt. Am 27. September 2004 erweiterte Brian Bellu–Nock die Dynastie und die Mutter Alexandra Nock durfte Ihre Aufgabe als Mutter wahrnehmen. Seither geht die Geschichte weiter mit der jüngeren Nock–Generation...

HINTERGRUNDINFOS

Die Circus Nock AG ist ein Familienunternehmen und bezieht keine Subventionen. Begleitet wird der Circus von Franz Nock (technischer Leiter), Verena Nock sen. (administrative Leiterin), Alexandra Nock (artistische Leiterin) und Elvira Schneider Nock (Kasse / Finanzen). Neben dem Circus gehört auch das Winterquartier in Oeschgen, wo sich Stallungen, Büros, Werkstätte und Lagerhallen befinden, zum Unternehmen.

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Oeschgen Winterqaurtier, Januar 2007

Ein – bis zwei Jahre im Voraus wird die Tournée vorbereitet und mit den Städten und Platzbesitzern Verträge ausgehandelt und Konditionen festgelegt. Zudem muss für jeden Ort eine Spielbewilligung eingeholt werden. Vor dem jeweiligen Platz ist das technische Büro in regem Kontakt mit der Stadt – oder Gemeindeverwaltung. Elektrizität, Wasser, Entsorgung und Platzreinigung müssen organisiert und vereinbart werden.
Gleichzeitig mit der Tournéeplanung werden Verhandlungen mit Artisten aus der ganzen Welt geführt. Die Direktion besucht andere Circusunternehmen und versucht die besten Artisten für den CIRCUS NOCK zu engagieren. Die Winterpause dauert nur vier Monate. Es bleibt nicht viel Zeit um das gesamte Material zu kontrollieren und allenfalls zu reparieren. Für die ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Artistinnen und Artisten müssen Arbeitsbewilligungen eingeholt werden. Es werden aber auch sämtliche Marketing – und Werbemassnahmen geplant und Texte für die NOCK Illustrierte geschrieben.
Neben dem kaufmännischen Personal und den Artisten ist ein internationales Arbeiterteam für den reibungslosen Ablauf der Tournée verantwortlich.

ZAHLEN und FAKTEN

Chapiteau

Zeltdurchmesser

Manege

Mastenhöhe

Kuppelhöhe

Gesamtgewicht

Dauer Aufbau

Dauer Abbau

Platzbedarf

38.5 m

12.8 m

14.7 m

12 m

30 t

ca. 6 – 7 h

ca. 3 h

Ca. 4000 m2

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Zur Zeit reisen etwa 70 Personen aus 13 Nationen (Schweiz, England, Chile, Bulgarien, Lettland, Rumänien, Kuba, Italien, Ukraine, Polen, Kolumbien, Marokko und der Tschechischen Republik) mit dem Circus Nock mit. Image Image Image Image